Tägliche Gewohnheiten, die Ihrer Leber helfen und schaden
Laktatdehydrogenase, allgemein als LDH bekannt, ist ein Enzym, das in nahezu allen Körpergeweben vorkommt. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Umwandlung von Zucker in Energie für die Zellen. Wenn Gewebe beschädigt wird oder Zellen absterben, wird LDH in den Blutkreislauf freigesetzt, wodurch es zu einem wertvollen Marker für die Erkennung von Gewebeschäden wird. Der LDH-Bluttest misst die Menge dieses Enzyms im Blut und kann Ärzten helfen, verschiedene Erkrankungen zu identifizieren, die unterschiedliche Organe und Gewebe betreffen.
Der LDH-Test wird in der Regel angeordnet, wenn ein Arzt Gewebeschäden oder Erkrankungen in Organen wie Herz, Leber, Nieren, Lunge oder Blutzellen vermutet. Häufige Gründe für die Untersuchung sind die Abklärung unerklärlicher Müdigkeit, Schwäche oder Anämie, die Überwachung bestimmter Krebserkrankungen wie Lymphome oder Leukämie, die Bewertung eines möglichen Herzinfarkts oder Schlaganfalls, die Überprüfung auf Lebererkrankungen oder die Beurteilung von Muskelschäden. Da LDH in vielen verschiedenen Geweben im gesamten Körper vorhanden ist, weisen erhöhte Werte darauf hin, dass irgendwo eine Schädigung aufgetreten ist, wobei der Test allein jedoch nicht den genauen Ort bestimmen kann.
Die Vorbereitung auf einen LDH-Test ist in der Regel minimal. In den meisten Fällen ist keine besondere Vorbereitung erforderlich, und Patienten können vor dem Test normal essen und trinken. Bestimmte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel können jedoch die LDH-Werte beeinflussen, daher ist es wichtig, Ihren Arzt über alle Medikamente zu informieren, die Sie einnehmen. Der Test selbst umfasst eine einfache Blutentnahme aus einer Vene, typischerweise im Arm, die nur wenige Minuten dauert. Manche Menschen können leichte Blutergüsse oder Schmerzen an der Einstichstelle verspüren, schwerwiegende Komplikationen sind jedoch selten.
Normale LDH-Werte liegen im Allgemeinen zwischen 140 und 280 Einheiten pro Liter, wobei dies je nach Labor und verwendeter Testmethode leicht variieren kann. Erhöhte LDH-Werte können auf verschiedene Erkrankungen hinweisen, darunter Herzinfarkt, Lebererkrankungen, bestimmte Arten von Anämie, Muskelverletzungen, Knochenbrüche, bestimmte Krebserkrankungen, Lungenerkrankungen oder Infektionen. Sehr hohe Werte deuten oft auf schwerere Gewebeschäden hin. Allerdings kann auch intensive körperliche Betätigung die LDH-Werte vorübergehend erhöhen. Niedrigere als normale LDH-Werte sind ungewöhnlich, können aber bei bestimmten genetischen Erkrankungen oder übermäßiger Vitaminzufuhr auftreten.
Wenn Ihre LDH-Testergebnisse abnormal sind, wird Ihr Arzt wahrscheinlich zusätzliche Untersuchungen anordnen, um die spezifische Ursache und den Ort der Gewebeschädigung zu bestimmen. Dazu können LDH-Isoenzym-Tests gehören, die helfen können festzustellen, welches Organ betroffen ist, zusammen mit anderen Bluttests, bildgebenden Verfahren oder Biopsien. Der LDH-Test ist am nützlichsten, wenn er mit anderen diagnostischen Informationen kombiniert wird, und sollte immer von einem qualifizierten Arzt im Kontext Ihres allgemeinen Gesundheitszustands und Ihrer Symptome interpretiert werden.
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