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Pankreas-Amylase ist ein von der Bauchspeicheldrüse produziertes Enzym, das eine entscheidende Rolle beim Abbau von Kohlenhydraten während der Verdauung spielt. Wenn die Bauchspeicheldrüse entzündet oder geschädigt ist, kann sie erhöhte Mengen an Amylase in den Blutkreislauf freisetzen. Ein Pankreas-Amylase-Bluttest misst den Spiegel dieses spezifischen Enzyms in Ihrem Blut und hilft medizinischen Fachkräften, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zu diagnostizieren und zu überwachen.

Der Test wird häufig angeordnet, wenn jemand Symptome aufweist, die auf eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung hindeuten könnten, wie starke Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Appetitlosigkeit. Erhöhte Pankreas-Amylase-Werte deuten oft auf eine akute Pankreatitis hin, bei der es sich um eine plötzliche Entzündung der Bauchspeicheldrüse handelt. Der Test kann auch helfen, chronische Pankreatitis, Bauchspeicheldrüsenkrebs, blockierte Bauchspeicheldrüsengänge oder Komplikationen durch Gallensteine zu erkennen. Darüber hinaus kann er zur Überwachung von Patienten eingesetzt werden, bei denen bereits Bauchspeicheldrüsenerkrankungen diagnostiziert wurden oder die sich von einer Bauchspeicheldrüsenoperation erholen.

Der Pankreas-Amylase-Test erfordert eine einfache Blutprobe, die normalerweise aus einer Vene in Ihrem Arm entnommen wird. In der Regel ist keine besondere Vorbereitung erforderlich, obwohl Ihr Arzt Sie möglicherweise bitten kann, mehrere Stunden vor dem Test zu fasten oder bestimmte Medikamente vorübergehend abzusetzen, die die Ergebnisse beeinflussen könnten. Dazu können Schmerzmittel, Antibabypillen oder bestimmte Diuretika gehören. Die Blutentnahme selbst dauert nur wenige Minuten und birgt minimale Risiken wie leichte Blutergüsse oder Schmerzen an der Einstichstelle.

Normale Pankreas-Amylase-Werte liegen im Allgemeinen zwischen 13 und 53 Einheiten pro Liter, wobei die Referenzbereiche zwischen den Laboren leicht variieren können. Erhöhte Werte deuten normalerweise auf eine Entzündung oder Schädigung der Bauchspeicheldrüse hin, wobei sehr hohe Werte stark auf eine akute Pankreatitis hindeuten. Erhöhte Amylase-Werte können jedoch auch durch andere Erkrankungen verursacht werden, darunter Nierenerkrankungen, Speicheldrüsenprobleme, Darmverschluss oder Eileiterschwangerschaft. Niedrige Amylase-Werte sind seltener, können aber auf chronische Bauchspeicheldrüsenschäden, Mukoviszidose oder Lebererkrankungen hinweisen. Ihr Arzt wird Ihre Ergebnisse im Zusammenhang mit Ihren Symptomen, Ihrer Krankengeschichte und anderen diagnostischen Tests interpretieren, um die geeignete Diagnose und den Behandlungsplan zu bestimmen.